viernes, 31 de julio de 2009

UND NOCHMAL HONDURAS

UND NOCHMAL HONDURAS



Einen Monat ist es her, dass Honduras' Präsident Zelaya in einem Militärputsch gewaltsam aus dem Land gebracht wurde, und seit einem Monat sind seine Anhänger/innen auf der Straße, damit sich die Putschregierung nicht gemütlich etablieren kann.

Leider wird Zelaya von der internationalen Gemeinschaft bei den Versuchen der Rückkehr nach Honduras ziemlich allein gelassen und statt dessen in zeitraubende Dialoge verwickelt. Besonders die USA verhalten sich kontraproduktiv und sprechen sich nicht mehr ganz so klar gegen den Putsch aus wie noch vor 30 Tagen.

Im honduranischen Bundesstaat El Paraíso stehen Tausende von Menschen auf der Straße, können durch die willkürlich verhängte Ausgangssperre weder vor noch zurück, haben Angst, von den Straßen wegzugehen und paramilitärischen Trupps in die Hände zu fallen, und seit Tagen schon nichts mehr zu essen. Dort bahnt sich eine wahre Katastrophe an.

Mehr könnt ihr in einem neuen Artikel von mir lesen:
"Mel kam nicht bis Las Manos"

http://jungle-world.com/artikel/2009/31/36468.html

Und speziell zur Repression der Putschregierung gegen die Opposition:
"Dies ist ein terroristisches Regime"
Interview mit Bertha Oliva von COFADEH
http://www.neues-deutschland.de/artikel/153192.dies-ist-ein-terroristisches-regime.html?sstr=Zeiske|Oliva

Wer Spanisch kann, escuchan Radio Globo! http://www.radioglobohonduras.com/

viernes, 10 de julio de 2009

HONDURAS


HONDURAS


Wie es zur Zeit durch alle Medien geht, ist in Honduras geputscht worden. Das ist geschichtlich betrachtet keine Neuheit in dem kleinen zentralamerikanischen Land, doch seit 30 Jahren hatte es eine Demokratie gegeben. Allerdings wurden auch in diesem System die bestehenden gesellschaftlichen Macht- und Einkommensverhältnisse nicht angetastet.

Und diese bedeuten für 80% der Bevölkerung ein Leben in Armut. 50% der Bevölkerung ist unter 18, aber es gibt weder eine Jugendpolitik noch einen Arbeitsmarkt. Vielen bleibt nur der Gang in die Banden - oder in die Migration. Die Hälfte aller Patient/innen der Herberge kommt stets aus Honduras, und allgemein stellen die Honduraner/innen auch 50% der Migrationsbewegung Richtung Norden.

Warum kam es nun zum Militärputsch? Der rechtmässig gewählte Präsident Zelaya wollte eine unverbindliche Volksbefragung zur Verfassungsänderung durchführen. Kein illegales Vorhaben, aber dennoch haben die alten Eliten wahrscheinlich zu Recht ihre Alleinherrschaft über das Land gefährdet gesehen, haben sich doch spontan alle Basisbewegungen und Gewerkschaften dem Präsidenten und seinen partizipativen Vorhaben angeschlossen.

Nun herrscht eine Pattsituation. Kein Land der Welt erkennt die Putschregierung an, auch für die USA ist der Kalte Krieg vorbei. Die Weltbank, USA und auch die deutsche Regierung haben ihre Kredite eingefroren, das macht das wirtschaftsschwache Land eigentlich unregierbar. Doch das Militär ist die einzige bewaffnete Macht im Land, und die Zivilbevölkerung, die zu 10.000 auf die Strasse geht, steht vor den Panzern.

Lest mehr im Themenblock der Jungle World und in einem Artikel von mir:
Zurück zur Bananenrepublik
http://jungle-world.com/artikel/2009/28/35418.html