jueves, 29 de noviembre de 2012

Bergbau in Guatemala


Bergbau in Guatemala

GIFTIGES GOLD

Die Marlin-Goldmine in Guatemala ist die größte Tagebaumine Mittelamerikas. Angesichts des stark gestiegenen Goldpreises boomt der Bergbau in der Region. Ein Drittel der Fläche Guatemalas ist bereits von Minenunternehmen konzessioniert. Rund eine Million Menschen haben sich gegen den Bergbau ausgesprochen - und der Widerstand wächst. 

Von Kathrin Zeiske


Pinienbewaldete Bergketten erstrecken sich bis zum Horizont. Die Sonne steht hoch am Himmel. Doch hier, am höchsten Punkt der Landstraße nach San Miguel Ixtahuacán, zerrt ein eisiger Wind am buntgewebten Rock von Reina Jerónimo. Sie zieht sich ihre dunkle Wolljacke fest um die Schultern, während sie in die Tiefe zu ihren Füßen starrt. Für die Marlin-Mine wurde ein gesamter Berg abgetragen und ausgehöhlt. Die Lastwagen, die auf einer Schotterpiste an den steilen grauen Hängen entlang zum Grund hinunterfahren, scheinen klein wie Miniaturautos.

"Früher kamen unsere Großeltern hierher, um für Regen zu beten", sagt die Frau mit den roten Wangen und dem welligen schwarzen Haar. Sie schüttelt den Kopf: "Wir hatten ja keine Ahnung, was auf uns zukommt. Was eine Mine ist, wussten wir damals nicht. Jetzt allerdings können wir voller Überzeugung sagen, dass wir sie hier nicht haben wollen."

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sábado, 17 de noviembre de 2012

MODELLSTÄDTE IN HONDURAS VOR DEM AUS

MODELLSTÄDTE IN HONDURAS VOR DEM AUS

Sim City für Fortgeschrittene

Wirtschaftsenklaven auf seinem Territorium sollten dem Staat Honduras ökonomisches Wachstum bescheren. Doch nach Protesten sozialer Bewegungen hat der Oberste Gerichtshof die geplanten Modellstädte für verfassungswidrig erklärt.

von Kathrin Zeiske

In einem Spot der honduranischen Regierung strebten schon glänzende Wolkenkratzer mit blauweiß gestreifter Fahne gen Himmel. Flagge und Hymne sollten als einzige Elemente des honduranischen Staats in die auf dem Reißbrett entworfenen Stadtstaaten übernommen werden. Gesetzgebung, Steuersystem und Sicherheit wären autonom geregelt, den Gouverneur würden die Investoren ernennen, die Rechtsprechung obläge Mauritius und wäre damit in letzter Instanz durch den Britischen Kronrat garantiert. Eine Animation zeigt geschützte Wohnanlagen, moderne Weltmarktfabriken, Hafenanlagen und Hochgeschwindigkeits- züge, die beide Ozeane miteinander verbinden. »Eine aufregende Investitionsmöglichkeit in der Mitte Amerikas«, heißt es aus dem Off.

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martes, 23 de octubre de 2012

NPLA Infoblatt Community Radio: Honduras

Infoblatt Community Radios HondurasNPLA Infoblatt Community Radio: Honduras erschienen

Community Radio als Sprachrohr sozialer Bewegungen

Text & Fotos von 
Kathrin Zeiske für NPLA 

Schon in den 1990er Jahren entstanden in Honduras Community Radios vereinzelt aus den indigenen und afro-honduranischen Bewegungen heraus. Seit dem zivil-militärischen Putsch im Jahre 2009 sind diese gemeinschaftlich organisierten radios comunitarias für viele weitere zivilgesellschaftliche Organisationen zu einem wichtigen Sprachrohr geworden.

Doch partizipative Radios zu organisieren, war und ist keine leichte Aufgabe. Auch wenn die Meinungs- und Pressefreiheit in der honduranischen Verfassung festgeschrieben ist, verhindern die starke Konzentration kommerzieller Medien und die restriktive staatliche Regulierung für nicht-kommerzielle Radios die praktische Einlösung dieser Garantie. Stattdessen sind Repression und Bedrohung an der Tagesordnung...


Download des PDF auf der Seite des Nachrichtenpool Lateinamerika (NPLA)

viernes, 19 de octubre de 2012

Schmutzige Windenergie


Schmutzige Windenergie

Im Istmus von Tehuantepec, Oaxaca, soll Lateinamerikas größten Windenergiepark entstehen. 

Indigene Gemeinden der Ikojts, die sich dagegen wehren, ihr Land aufzugeben, werden von privaten Sicherheitskräften und korrupten Lokalpolitikern eingeschüchtert und mit dem Tode bedroht. 

Eine Informierung oder gar Konsultation der indigenen Bevölkerung zu dem Green Economy-Projekt hat nie stattgefunden. Diese befürchtet die Zerstörung ihrer Lebensgrundlage, den Fischbeständen einer großen Lagune.

Das Projekt soll von einer Tochterfirma der spanischen Preneal gebaut werden und u.a. durch die Interamerikanische Entwicklungsbank (BID), sowie holländischen und australischen Kreditinstituten finanziert werden. Abnehmer des "grünen" Stroms sollen multinationale Unternehmen in Mexiko werden, wie Coca-Cola und Heineken.

Gegen das neo-koloniale "Green Economy"-Projekt gibt es eine 
Unterschriftenaktion bei avaaz.org

Nähere Informationen auf Spanisch sind auf dem Blog der Asamblea de Pueblos Indígenas del Istmo en Defensa de la Tierra y el Territorio zu finden.

domingo, 30 de septiembre de 2012

DROGENKRIEG GEHT WEITER UNTER PENA NIETO

»Peña Nieto ist ein Hardliner«

Carlos Fazio über Mexikos »gewählten« Präsidenten und Drogenkrieg als politische Strategie

Für »nd« sprach Kathrin Zeiske mit Carlos Fazio über die Lage und die Aussichten für Mexiko und die Region. Fazio stammt aus Uruguay, lebt in Mexiko, ist Autor der linken Tageszeitung »La Jornada« und Ökonomieprofessor.

nd: Obwohl Enrique Peña Nieto bereits auf internationaler Ebene als Sieger der mexikanischen Präsidentschaftswahlen anerkannt wurde, wird das Wahlgericht seine Präsidentschaft offiziell erst am 6. September bestätigen. Könnte López Obrador tatsächlich Wahlsieger sein, wie er das behauptet?
Fazio: Das ist gut möglich. Andrés Manuel López Obrador (AMLO) ist der bekannteste Politiker des ganzen Landes. Er besetzte nach den genauso umstrittenen Wahlen von 2006 mit seiner Anhängerschaft monatelang das Zentrum der Hauptstadt. In den letzten drei Jahren hat er jedes vergessene Dorf in Mexiko besucht, die Menschen kennen ihn persönlich. Enrique Peña Nieto (PRI) konnte dem nur einen schmutzigen medialen Krieg entgegenstellen. Televisa, der mächtigste Fernsehsender des Landes, fungierte dank horrender Zahlungen als Peña Nietos private Marketingmaschine. Seit drei Jahren wurde die Hauptsendezeit zudem darauf verwendet, AMLO öffentlich zu diffamieren.

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sábado, 22 de septiembre de 2012

INDIGENE VORKÄMPFERIN IN HONDURAS

Familienangelegenheiten

Bertha Cáceres ist für das Regime in Honduras eine unerwünschte Person: Frau, Indigena und Oppositionelle. Ständig wird ihr von anonymen Anrufern mit dem Tod gedroht. Doch sie zeigt kaum Angst und kämpft weiter für Demokratie und gegen Staudämme.

von Kathrin Zeiske und Øle Schmidt


Es ist wie der Besuch eines ungeliebten Bekannten, der plötzlich wieder auftaucht, obwohl er nicht eingeladen ist. Jemand, der sich nicht abschütteln lässt und von der Seele Besitz ergreift. Angst und Bedrohung begleiten Bertha Cáceres, solange sie denken kann. Doch seit dem Putsch vor drei Jahren ist es besonders schlimm. »Meine vier Kinder sind in Sicherheit«, sagt sie erleichtert. »Nach all den Drohungen habe ich sie ins Ausland geschickt. Sie fehlen mir sehr.«

Die Drohungen am Telefon, die anonymen Zettel unter dem Scheibenwischer, die körperlichen Übergriffe der Polizisten haben Erinnerungen in ihr wach werden lassen. An ihre Mutter Bertha, die während der Diktaturen in Honduras überwacht und drangsaliert wurde. An ihre Brüder Carlos und Francisco, die vom Militär verschleppt und gefoltert wurden.

Auch Bertha Cáceres hat einflussreiche Feinde. Als Koordinatorin von Copinh (»Ziviler Rat der indigenen Basisorganisationen in Honduras«) fordert sie die großen honduranischen Energiekonzerne, deren globale Geschäftspartner und sogar die umstrittene Regierung des Landes heraus.

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viernes, 24 de agosto de 2012

Unterschriftenaktion gegen Charter Cities in Honduras


Unterschriftenaktion gegen Charter Cities in Honduras

Liebe Blog-Leser*innen!

Bitte unterstützt folgende Unterschriftenaktion bei Avaaz und verbreitet sie weiter! Es werden dringend noch mehr Unterschriften gebraucht.

Diese Aktion wurde von der Garifuna-Organisation OFRANEH initiiert. Obwohl die Gemeinden der afrohonduranischen Minderheit von der UNESCO als Teil des Weltkulturerbes benannt wurden, kämpfen die Garifuna seit Jahrzehnten und Jahrhunderten um ihre Rechte. Waren es bisher vor allem Megatourismusprojekte, die sie bedrohen, so stehen sie nun dem gigantischen neoliberalen Projekt der "Charter Cities" gegenüber.

In sogenannten Sonderentwicklungszonen (Regiones Especiales de Desarollo - RED) sollen autonome Wirtschaftsenklaven auf angeblich "unbewohntem" Gebiet entstehen. De facto wird ihre Errichtung die Vertreibung und Zerstörung einer Vielzahl von Garifuna-Gemeinden mit sich bringen und die Legislative in den ausgewählten Landesteilen ausser Kraft setzen. Dafür wurde sogar die honduranische Verfassung geändert.

Bitte mit deiner Unterschrift den obersten Gerichtshof von Honduras diese Verfassungsreform und das Gesetz zu den Modellstädten für verfassungswidrig zu erklären.

Aktion bei Avaaz unterschreiben...

lunes, 6 de agosto de 2012

KEIN BLUT FÜR PALMÖL


Krieg gegen die Bauernfamilien im Aguantal

KEIN BLUT FÜR PALMÖL

Für die Agrarunternehmer in der Region Bajo Aguán geht es um große Geschäfte mit Palmöl und dem internationalen Emissionshandel. Den Preis zahlen die Kleinbauern im Nordosten von Honduras, wo der Konflikt um Land und Besitztitel eskaliert. Nicht nur die Armee ist dabei für schwere Menschenrechtsverletzungen verantwortlich, sondern auch Paramilitärs und Söldner.
 
Text Kathrin Zeiske / Fotos Delmer Membreño

In sanften Wellen schlängelt sich der Río Aguán durch das nach ihm benannte Tal. Jenseits der Sandbänke erschließen sich in sattem Grün riesige Palmölplantagen, begrenzt lediglich durch die ferne Silhouette der Berge am Horizont. Zwischen den Palmen hindurch blickt Gerardo Argueta in eine unendliche Weite. Unweigerlich schaudert er. "Irgendwo dort verstecken sich die Blauen." Nervös beschleunigt der Bauernaktivist aus Marañones seinen Wagen auf der staubigen Piste. "Los azules", die Blauen, so werden die Söldner der Privatarmee nach der Farbe ihrer Uniformen genannt. Sie haben schon über 50 Menschen in der Region auf dem Gewissen.

"Sie sind die Männer fürs Grobe", erklärt Argueta. "Das Militär hingegen übernimmt die alltägliche Repression gegen die Bauernfamilien, Razzien und Vertreibungen." Er zeigt auf die mobile Militärkontrolle, die sich in der Ferne auf der Landstraße abzeichnet. Schwere Mannschaftswagen, Warnkegel und Soldaten mit Maschinengewehren sind dort im gleißenden Licht der Sonne auszumachen. Der breitschultrige Mann tätigt einen Anruf. "Leg nicht auf, ok?", sagt er ins Mikrofon und stellt das Handy neben sich. "Eine Vorsichtsmaßnahme", murmelt er, während er langsam auf die Soldaten zufährt.

Reportage weiterlesen im Amnesty Journal...

domingo, 29 de julio de 2012

MEDIEN IM DROGENKRIEG

Polizeireporter in Mexiko

«Der Teufel ist von der Kette gelassen»

Der Krieg gegen die Drogen beherrscht die nordmexikanische Ciudad Juárez. Die Zahl der Toten ist in die Höhe geschnellt. Auch die Berichterstatter lebengefährlich. Das zeigt ein Besuch bei den Reportern der Zeitung «Diario de Juárez».
Kathrin Zeiske

In der Delfinstrasse im Wohnviertel Eco 2000 von Ciudad Juárez wurde vor zehn Minuten ein Mann in einem grauen Jetta erschossen. Seine Ehefrau ist ohnmächtig in die Arme ihrer Töchter gesunken. Als sie zu sich kommt, fällt der Schmerz des Verlustes auf sie zurück, und sie streckt weinend die Arme in Richtung des Autos aus. Dabei scheint ihr Mann im mitten auf der Fahrbahn stehenden Wagen gar nicht die Zielperson gewesen zu sein.

«Die Killer haben wohl den Falschen umgebracht», bemerkt Ricardo Muñoz, Journalist des «Diario de Juárez». Denn einen Block weiter, knapp 200 Meter vom ersten Toten entfernt, starb in der Eisbärstrasse nur fünf Minuten später ein zweiter Mann in seinem grauen Jetta.

Reportage weiterlesen bei Neue Zürcher Zeitung...

jueves, 12 de julio de 2012

REDD+ und Indigene Rechte

Vertreibung aus den Wäldern

Das indigene Volk der Lenca in Honduras ist Opfer von Konzernen und kapitalistisch konzipiertem Umweltschutz

Umweltschutzideen aus dem Norden gehen mitunter auf Kosten des Lebensraumes indigener Völker im Süden. Das zeigt das Beispiel der Lenca in Honduras. Die setzen sich gegen die Vertreibung zur Wehr.


Doña Pasqualita beugt sich über ein tönernes Schälchen und zündet das darin enthaltene Baumharz an. Wie Weihrauch steigt eine dünne Rauchsäule in den Himmel. Die kleine Frau, deren Augen im faltigen Gesicht verschwinden, legt Maiskolben und Bohnen auf einen Altar aus Piniennadeln. Die versammelten Menschen frösteln in der Frische der Morgenstunde. Als Doña Pasqualita schließlich ihre klare hohe Stimme erhebt, bittet sie Göttervater Itanipuca und Göttermutter Ilanguipuca um Beistand. Gegen das REDD+, das internationale Umweltschutzorganisationen anpreisen und die Lenca-Gemeinden aus ihren Wäldern vertreibt.

Hinter dem Wortungetüm REDD+ verbirgt sich ein Instrument der sogenannten Grünen Ökonomie: Eine Reduktion von Treibhausgasen durch Erhalt und Nutzung von Primärwäldern sowie ihre Einbeziehung in den Emissionshandel. Indigene Organisationen bemängeln hingegen, dass REDD+ die Rechte und die enge Bindung der ursprünglichen Bevölkerung an die Wälder einschränke.

Gesamte Reportage bei Neues Deutschland lesen ...

lunes, 2 de julio de 2012

WAHLEN IN MEXIKO


WAHLEN IN MEXIKO


Televisas anonyme Helden

Kurz vor den Wahlen in Mexiko herrscht Aufbruchstimmung mit der neuen Bewegung »Yo soy 132«. Ihre Kritik entzündete sich an dem Kandidaten der alten Staatspartei PRI. Eine der Hauptforderungen der die sozialen Medien nutzenden Studierenden ist dabei die Demokratisierung der traditionellen Medien in Mexiko. Denn bei der Präsidentschaftswahl spielt vor allem das Medienmonopol Televisa eine wichtige Rolle.

von Kathrin Zeiske

»Enrique Peña Nieto wurde als Präsidentschaftskandidat nicht von seiner Partei, sondern von Televisa geschaffen«, empört sich Alfonso Celestino, der Wahlkampfkoordinator des linken Präsidentschaftskandidaten Andrés Manuel López Obrador, in verschiedenen mexikanischen Bundesstaaten. An der Seite Peña Nietos steht als zukünftige First Lady der TV-Star Angélica Rivera, besser bekannt als »Die Möwe« nach der gleichnamigen Telenovela mit ihr in der Hauptrolle. Ein mediengerechtes Traumpaar.

Artikel weiterlesen in der Jungle World...


Durch den Drogenkrieg eskaliert die Gewalt

Die Präsidentschaftswahlen in Mexiko finden während eines sogenannten Drogenkriegs statt, der ganze Städte und Regionen des Landes in den Ausnahmezustand versetzt hat. Vielen Menschen erscheint da die Rückkehr zu den starren Machtstrukturen der Partei der Institutionellen Revolution (PRI) verlockend.

Hintergrundartikel von Kathrin Zeiske in der Jungle World weiterlesen...

Hauptartikel und Interview zu #yosoy132 im Themenschwerpunkt...

martes, 12 de junio de 2012

VERANSTALTUNGEN ZU HONDURAS

VERANSTALTUNGEN ZU HONDURAS

Rundreise Bertha Cáceres - COPINH


Berta Cáceres ist Mitbegründerin und Koordinatorin des Zivilen Rates der indigenen und Volksorganisationen von Honduras (COPINH). In Honduras ist sie für ihren Einsatz für indigene Rechte, der Stärkung der Frauen in den Gemeinden bekannt und kämpft für den Erhalt der natürlichen Ressourcen und gegen Staudämme und REDD+. 
Der diesjährige Shalompreis des Arbeitskreises für Gerechtigkeit und Frieden der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt wird an Berta Cáceres und stellvertretend an COPINH verliehen.

Auf Landesebene ist COPINH seit dem zivil-militärischen Putsch im Jahre 2009 im Widerstand und deshalb verstärkt von Repressionen betroffen. Immer wieder kommt es zu Verhaftungen, Drohungen, tätlichen Übergriffen und Morden an Aktivisten und Aktivistinnen in den indigenen Gemeinden. Hinter den Angriffen stehen meist honduranische Energiekonzerne und ihre internationalen Verbündeten.
Es ist zu befürchten, dass das Inkrafttreten des Assoziierungsabkommens zwischen der EU und Zentralamerika aufgrund eines wachsenden Drucks auf Land und Ressourcen die Menschenrechtslage verschlechtern wird.

15./16.06.2012 Eichstätt - Shalom-Preisverleihung
18.06.2012 München 
20.06.2012 Düsseldorf 
22.06.2012 Münster 
23.06.2012 Hamburg 
26.06.2012 Berlin 

Genauere Infos, Orts- und Zeitangaben sowie Termine in Österreich & Italien:
hondurasdelegation.blogspot.com 

***gerade wurden Mitglieder der Organisation vor Ort beschossen*** 
Bertha Cáceres wendet sich in einer Videobotschaft an die internationale Öffentlichkeit (dt. Untertitel)

sábado, 2 de junio de 2012

FRAUENMORDE IN CIUDAD JUAREZ



FRAUENMORDE IN CIUDAD JUAREZ
Die Stadt der toten Töchter

Seitdem der »Krieg gegen die Drogen« eskaliert, steigt auch die Zahl der Frauenmorde in der nordmexikanischen Stadt Ciudad Juárez rapide an. Trotz weltweiter Proteste bemühen sich Behörden und Politiker bislang kaum, die Verbrechen endlich aufzuklären. 
 
Von Kathrin Zeiske

»›Ich bin mit einer Freundin unterwegs‹, hat Mónica gesagt, als ich sie das letzte Mal auf ihrem Handy erreicht habe. Später hat sie dann nicht mehr abgehoben. Das ist jetzt fast drei Jahre her.« Olga Esparzas Stimme droht zu versagen, als sie von der verschwundenen
Tochter erzählt. Heute wäre Mónica 21 Jahre alt. So oft hat ihre Mutter schon von ihr erzählt, von dem Tag, an dem sie nicht wieder nach Hause kam, nachdem sie zum letzten Mal am Kiosk der Universität gesehen worden war. Vielen Menschen hat Olga Esparza davon berichtet: der Polizei, Anwälten, Reportern – und anderen Eltern, die genauso verzweifelt auf der Suche nach ihren Töchtern sind. Denn in Ciudad Juárez verschwindet fast jeden Tag ein junges Mädchen.

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miércoles, 23 de mayo de 2012

FILMFESTIVAL IN GUATEMALA


FILMFESTIVAL IN GUATEMALA 

Verdrängtes ans Licht bringen.
Ein Filmfestival in Guatemala hat sich zum Forum für Aufarbeitung entwickelt 

Das Internationale Filmfestival »Erinnerung. Wahrheit. Gerechtigkeit« in Guatemala zeigt zwei deutsche Filme über den Staatsstreich gegen den sozialdemokratischen Präsidenten Arbenz 1954. Das Festival hat sich in den letzten Jahren zu einem wichtigen Diskussionsforum der Aufarbeitung entwickelt. Auch aktuelle Konflikte kommen zur Sprache.


Von Kathrin Zeiske, Guatemala Stadt

Der dunkle Saal im alteingesessenen Kino Capitol in der Fußgängerzone von Guatemala-Stadt ist bis auf den letzten seiner 300 Plätze belegt. Über die Leinwand flimmert ein Schwarz-Weiß-Film. Eine bulgarische Berglandschaft mimt mit einigen Kunstpalmen eine mittelamerikanische Kulisse. »Mit Männern wie Ihnen werden wir in null Komma nichts Guatemala befreien«, tönt es in deutscher Sprache.  

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jueves, 19 de abril de 2012

DROGENKRIEG VS. LEGALISIERUNG VON DROGEN


DROGENKRIEG VS. LEGALISIERUNG VON DROGEN

Koks für die Welt, der Tod bleibt hier


Der Drogenkrieg in Mexiko hat schon fast 60 000 Menschen das Leben gekostet. Kritische Journalisten sprechen sich gegen den Drogenkonsum in den westlichen Ländern aus. Als pragmatische Lösung gilt jedoch die Legalisierung.

von Kathrin Zeiske

»Wie viele Menschen müssen in Ciudad Juárez in kriegerischen Auseinandersetzungen sterben, damit in New York jemand gemütlich eine Line Koks auf einer Party ziehen kann?« fragt Judith Torrea provozierend. Die spanische Journalistin und Bloggerin hat ihren Job bei einem großen US-Magazin gekündigt und ist nach Ciudad Juárez zurückgekehrt. Dorthin, wo abends die Toten ­gezählt werden. »Am Kokain klebt Blut, aber dieses wird ausschließlich in Lateinamerika vergossen, nicht dort, wo Kokain konsumiert wird.«

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jueves, 5 de abril de 2012

KEIN EU-GELD FÜR REPRESSION IN HONDURAS



KEIN EU-GELD FÜR REPRESSION IN HONDURAS

Regime der Straflosigkeit in Honduras.
Juristin Dina Meza: EU-Unterstützung für die Regierung Porfirio Lobo muss gestoppt werden

Die honduranische Rechtsanwältin Dina Meza erhielt im Dezember 2012 einen Preis von der Deutschen Botschaft für ihren unermüdlichen Einsatz für die Menschenrechte. Meza leitet das Internetnachrichtenforum »defensoresenlinea« sowie das Radioprogramm »Voces contra el Olvido« (Stimmen gegen das Vergessen) des renommierten Menschenrechtszentrums COFADEH. Mit ihr sprach für »nd« Kathrin Zeiske.

nd: Honduras gilt nach dem Putsch im Jahr 2009 auf dem internationalen Parkett als endgültig rehabilitiert. Frau Meza, teilen Sie diese Ansicht?
Dina Meza: Nein, auf keinen Fall. Diejenigen, die den Putsch durchgeführt haben, präsentieren sich heute lediglich mit weiß gewaschener Weste. Mit dem Abkommen von Cartagena konnte der weggeputschte Ex-Präsident Manuel »Mel« Zelaya im Sommer 2011 nach Honduras zurückkehren und das Land wurde wieder in die Organisation der Amerikanischen Staaten (OAS) aufgenommen. Auch eine Staatsanwaltschaft für Menschenrechte wurde eingerichtet. Doch all dies ist Teil einer Strategie, sich nach außen hin geläutert zu geben und die internationale Gemeinschaft glauben zu machen, sie hätte es mit einem demokratischen System zu tun.

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*Dina Meza erhielt diesen Monat erneut Drohungen*

Amnesty International startete eine Urgent Action für sie...

(Foto: Dina Meza inmitten von Angehörigen ermordeter Bauern im Aguantal)

viernes, 30 de marzo de 2012

CIUDAD JUAREZ IM DROGENKRIEG


CIUDAD JUAREZ IM DROGENKRIEG

»Wir leben weiter im Krieg«

Polizei und Militär treiben die Gewalt im mexikanischen Ciudad Juárez auf die Spitze

Seit vier Jahren leben die Menschen in Ciudad Juárez im Ausnahmezustand. Nachdem Mexikos Präsident Felipe Calderón den Drogenkrieg ausgerufen hatte, begann am 28. März 2008 der Militäreinsatz in der Stadt. Die Anwesenheit von Militär und Polizei hat indes Übergriffe und Menschenrechtsverletzungen noch häufiger werden lassen.


Zehn Polizeiwagen rasen durch die Stadt. Eine Szene wie im Film.
Über die Schnellstraßen preschen sie in den Westen, in die Armenviertel, wo die Straßen steiler, enger und staubiger werden. Irgendwann verschwindet der Asphalt. In den Hügeln oberhalb des Viertels Galeana stoppen die glänzenden Geländewagen abrupt. Rund 50 maskierte, schwer bewaffnete Polizeibeamte springen herunter, umstellen Häuser, sichern Dächer, sperren einen Straßenzug. Neugierig sammelt sich eine Gruppe Jugendlicher am Absperrband. »Nehmen Sie jemanden fest?«
Die Vermummten bleiben stumm.

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sábado, 24 de marzo de 2012

Gefängnisbrand in Honduras



TERROR HINTER GITTERN

Im Februar starben bei einem Brand in der Strafvollzugsanstalt Comayagua in Honduras mehr als 300 Menschen. Es war der dritte große Gefängnisbrand innerhalb von neun Jahren. Viele sehen in diesem angeblichen Unfall eine politische Strategie der regierenden Rechten. Menschenrechtsorganisationen sprechen von »sozialer Säuberung«.

Text Kathrin Zeiske/ Fotos Ariel Sosa


Jaime krümmt sich vor Schmerz. Seine Oberarme und Schultern haben keine Haut mehr. Als einziger Häftling aus dem Block 9 der Strafvollzugsanstalt von Comayagua überlebte er am 14. Februar das Inferno. Alle anderen Gefangenen in seinem Trakt verbrannten bei lebendigem Leib. Mit ihnen starb auch Jaimes Frau, Katia, die nur wenige Stunden zuvor das Wachpersonal bestochen hatte, um ihren Ehemann am Valentinstag zu besuchen und über Nacht zu bleiben.

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martes, 13 de marzo de 2012

FRIEDENSBEWEGUNG IN MEXIKO


FRIEDENSBEWEGUNG IN MEXIKO

»Die Straflosigkeit ist fast absolut«


Der vom mexikanischen Präsidenten Felipe Calderón ausgerufene Krieg gegen den Drogenhandel hat bislang 50 000 Todesopfer gefordert. Die Mehrheit davon sind Zivilisten. Immer mehr Menschen in Mexiko halten die Strategie des Staates gegen die Drogenkartelle für gescheitert. Ende vergangenen Jahres wurde gegen Calderón eine Anzeige wegen Völkermords vor dem Strafgerichtshof in Den Haag eingereicht. Der mexikanische Schriftsteller und Journalist Javier Sicilia war daran beteiligt.

Interview von Kathrin Zeiske in der jungle world lesen...

miércoles, 7 de marzo de 2012

Politische Reise 05. -26. September 2012


Honduras: Palmöl, Gold und Wasser - Ressourcenabbau und Protest



Politische Reise 05. -26. September 2012

Wie wirkt sich der Weltmarkt auf Gesellschaft und Politik der Länder des Globalen Südens aus? Welche Möglichkeiten der gesellschaftlichen Einflussnahme gibt es in Honduras drei Jahre nach dem Putsch? Welche Hoffnungen und Ziele haben die Menschen trotz der anhaltenden Repression? Wie werden diese hinsichtlich des durch die Industrieländer forcierten Ressourcenabbaus beeinträchtigt?

Teilnahmebeitrag: ca. 1.700-1.800 Euro. Anerkennung als Bildungsurlaub auf Wunsch möglich.

Leitung: Kathrin Zeiske & Johannes Schwäbl (honduras@iak-net.de)

Vollständige Infos zur Reise: Internationaler Arbeitskreis e.V.

Immer aktuelle Infos zu Honduras: Hondurasdelegation

miércoles, 29 de febrero de 2012

INTERVIEW MEL ZELAYA



INTERVIEW MEL ZELAYA

Hoffnungslos aus der Art geschlagen


Honduras' Ex-Präsident Manuel Zelaya über eine unerwartete Begegnung mit der Musik Richard Wagners im Exil im eigenen Land und die politische Zukunft seiner Partei

Das Gespräch führten Kathrin Zeiske und Øle Schmidt.

Der Freitag: Sie wollen mit Ihrer Partei LIBRE an den Wahlen 2013 teilnehmen. Mit der Erfahrung des Putsches von 2009 gegen Sie im Rücken – rechnen Sie ernsthaft damit, dass ein Sieg an den Urnen anerkannt würde?

Manuel Zelaya: Die neue Demokratiebewegung ist mit jetzt 30.000 Gruppen in jedem Viertel des Landes präsent. Ein Wahl­betrug ist ausgeschlossen. Diejenigen, die den Putsch von 2009 verantworten, haben ihre Lektion gelernt – aber ich auch! Die Menschen wollen keine Waffen und keine Gewalt, sie verlangen Demokratie. Wenn es wirklich in jeder Beziehung freie Wahlen gibt, dann werden wir diese gewinnen...

Weiterlesen im Freitag...

martes, 14 de febrero de 2012

DROGENKRIEG IN MEXIKO



DROGENKRIEG IN MEXIKO

Die Dokumentare des Todes


Die Reporter der Zeitung "Diario" im mexikanischen Ciudad Juárez leben gefährlich: Sie berichten über die Opfer des Drogenkrieges – täglich.

Von Kathrin Zeiske

In der Sportanlage Benemerito de las Americas liegen drei Leichen auf dem Basketballplatz. Ein weiterer Toter befindet sich hinter dem angrenzenden Spielplatz. Offenbar hatte er noch versucht, seinen Mördern zu entkommen. Die Mutter des leblosen jungen Mannes ist unschwer auszumachen. Sie liegt weinend in den Armen ihres Mannes und ruft: "Miguelito, mein Junge, steh auf!".


...weiterlesen bei zeit-online

viernes, 20 de enero de 2012

FRAUENPOLITIK IN GUATEMALA



FRAUENPOLITIK IN GUATEMALA

»Gewalt gegen Frauen ist alltäglich«

Sonia Escobedo über Möglichkeiten und Grenzen der Gleichstellungspolitik in Guatemala

Am 14. Januar übergab in Guatemala der Sozialdemokrat Álvaro Colom das Präsidentenamt an seinen ultrarechten Nachfolger, Exgeneral Otto Pérez Molina. Frauenministerin in der Regierung Colom war Sonia Escobedo. Die ehemalige Studentenführerin und Frauenrechtsaktivistin war einst an der Ausarbeitung des Friedensabkommens in Guatemala beteiligt. Über Erfolge und Grenzen der Gleichstellungspolitik und den Kampf gegen Häusliche Gewalt und Frauenmorde sprach mit ihr für »nd« 
Kathrin Zeiske.

Hier das Interview lesen...

viernes, 13 de enero de 2012

UNTERSTÜTZUNG FÜR HIJOS GUATEMALA



UNTERSTÜTZUNG FÜR HIJOS GUATEMALA

HIJOS ist eine Bewegung, in der sich die Kinder der Überlebenden des Genozids gegen die Maya organisiert haben, sowie von Oppositionellen, die während des 36 Jahre andauernden bewaffneten Konflikts »verschwanden«. In einer durch wikileaks veröffentlichten Depesche werden sie von einem US-Diplomaten als "radikale Waisenkinder" betitelt. Ein Begriff, der sie selbst zum Schmunzeln bringt.

HIJOS treten dafür ein, dass die Erinnerung an den Krieg und die Verbrechen wachgehalten wird.Ihnen ist aber auch bewusst, dass die Überlebenden des Genozids heute vor allem mit Landraub und Diskriminierung zu kämpfen haben. HIJOS sagen: "Sei nicht blöd, geh nicht wählen!" und fragen stattdessen "Wem gehört Guatemala?"

Unterstützt HIJOS und ihre Initiative, in einem Blog regelmässig Fotoessays zu Sozialen Kämpfen in Guatemala zu veröffentlichen:

http://cpr-urbana.blogspot.com/

Um ohne Finanzierung und Abhängigkeit weiterarbeiten zu können, nehmen sie an einem Fotowettbewerb teil, den man und frau auf facebook unterstützen kann:

www.facebook.com/photo.php?fbid=259682030758667&set=a.259680437425493.63721.110953768964828&type=3&theater

Gefällt mir.
Die zu gewinnende Kamera wird Fotos für den Blog schiessen.
Gracias por participar!

jueves, 5 de enero de 2012

INDIGENE PERSPEKTIVE GUATEMALA


INDIGENE PERSPEKTIVE GUATEMALA

»Die Erde ist nicht käuflich«

Amilcar Pop ist einer der bekanntesten indigenen Rechtsanwälte und Intellektuellen Guatemalas. Vor fünf Jahren war er Mitbegründer der indigenen Partei Winaq - an der Seite von Friedensnobelpreisträgerin Rigoberta Menchú. Der politische Erfolg blieb bisher aus. Zur indigenen Perspektive in Guatemala befragte ihn für »nd« Kathrin Zeiske.

Hier das Interview lesen...

DEMOKRATIEBEWEGUNG STELLT PARTEI IN HONDURAS


DEMOKRATIEBEWEGUNG STELLT PARTEI IN HONDURAS

Mel Zelaya ein Leisetreter?

Fast zwei Jahre nach seinem Sturz durch einen Putsch kehrte der ehemalige honduranische Präsident José Manuel (Mel) Zelaya im Mai 2011 in seine Heimat zurück. Auf Vermittlung der Präsidenten Kolumbiens und Venezuelas hatte Zelaya mit der gegenwärtigen honduranischen Regierung einen Kompromiss geschlossen - das Abkommen von Cartagena. Danach soll die Widerstandsbewegung gegen den Putsch (Frente Nacional de Resistencia Popular - FNRP) als politische Partei an künftigen Wahlen teilnehmen können. Zelaya gründete daraufhin die Partei Freiheit und Wiederversöhnung (LIBRE), als deren Präsidentschaftskandidatin im Jahre 2013 Zelayas Frau, Xiomara Castro, antreten soll. Doch in der breit gefächerten Bewegung ist dies umstritten. Mit der FNRP-Aktivistin Betty Matamoros sprach für »nd« Kathrin Zeiske.

Hier das Interview lesen...