viernes, 24 de agosto de 2012

Unterschriftenaktion gegen Charter Cities in Honduras


Unterschriftenaktion gegen Charter Cities in Honduras

Liebe Blog-Leser*innen!

Bitte unterstützt folgende Unterschriftenaktion bei Avaaz und verbreitet sie weiter! Es werden dringend noch mehr Unterschriften gebraucht.

Diese Aktion wurde von der Garifuna-Organisation OFRANEH initiiert. Obwohl die Gemeinden der afrohonduranischen Minderheit von der UNESCO als Teil des Weltkulturerbes benannt wurden, kämpfen die Garifuna seit Jahrzehnten und Jahrhunderten um ihre Rechte. Waren es bisher vor allem Megatourismusprojekte, die sie bedrohen, so stehen sie nun dem gigantischen neoliberalen Projekt der "Charter Cities" gegenüber.

In sogenannten Sonderentwicklungszonen (Regiones Especiales de Desarollo - RED) sollen autonome Wirtschaftsenklaven auf angeblich "unbewohntem" Gebiet entstehen. De facto wird ihre Errichtung die Vertreibung und Zerstörung einer Vielzahl von Garifuna-Gemeinden mit sich bringen und die Legislative in den ausgewählten Landesteilen ausser Kraft setzen. Dafür wurde sogar die honduranische Verfassung geändert.

Bitte mit deiner Unterschrift den obersten Gerichtshof von Honduras diese Verfassungsreform und das Gesetz zu den Modellstädten für verfassungswidrig zu erklären.

Aktion bei Avaaz unterschreiben...

lunes, 6 de agosto de 2012

KEIN BLUT FÜR PALMÖL


Krieg gegen die Bauernfamilien im Aguantal

KEIN BLUT FÜR PALMÖL

Für die Agrarunternehmer in der Region Bajo Aguán geht es um große Geschäfte mit Palmöl und dem internationalen Emissionshandel. Den Preis zahlen die Kleinbauern im Nordosten von Honduras, wo der Konflikt um Land und Besitztitel eskaliert. Nicht nur die Armee ist dabei für schwere Menschenrechtsverletzungen verantwortlich, sondern auch Paramilitärs und Söldner.
 
Text Kathrin Zeiske / Fotos Delmer Membreño

In sanften Wellen schlängelt sich der Río Aguán durch das nach ihm benannte Tal. Jenseits der Sandbänke erschließen sich in sattem Grün riesige Palmölplantagen, begrenzt lediglich durch die ferne Silhouette der Berge am Horizont. Zwischen den Palmen hindurch blickt Gerardo Argueta in eine unendliche Weite. Unweigerlich schaudert er. "Irgendwo dort verstecken sich die Blauen." Nervös beschleunigt der Bauernaktivist aus Marañones seinen Wagen auf der staubigen Piste. "Los azules", die Blauen, so werden die Söldner der Privatarmee nach der Farbe ihrer Uniformen genannt. Sie haben schon über 50 Menschen in der Region auf dem Gewissen.

"Sie sind die Männer fürs Grobe", erklärt Argueta. "Das Militär hingegen übernimmt die alltägliche Repression gegen die Bauernfamilien, Razzien und Vertreibungen." Er zeigt auf die mobile Militärkontrolle, die sich in der Ferne auf der Landstraße abzeichnet. Schwere Mannschaftswagen, Warnkegel und Soldaten mit Maschinengewehren sind dort im gleißenden Licht der Sonne auszumachen. Der breitschultrige Mann tätigt einen Anruf. "Leg nicht auf, ok?", sagt er ins Mikrofon und stellt das Handy neben sich. "Eine Vorsichtsmaßnahme", murmelt er, während er langsam auf die Soldaten zufährt.

Reportage weiterlesen im Amnesty Journal...