domingo, 30 de septiembre de 2012

DROGENKRIEG GEHT WEITER UNTER PENA NIETO

»Peña Nieto ist ein Hardliner«

Carlos Fazio über Mexikos »gewählten« Präsidenten und Drogenkrieg als politische Strategie

Für »nd« sprach Kathrin Zeiske mit Carlos Fazio über die Lage und die Aussichten für Mexiko und die Region. Fazio stammt aus Uruguay, lebt in Mexiko, ist Autor der linken Tageszeitung »La Jornada« und Ökonomieprofessor.

nd: Obwohl Enrique Peña Nieto bereits auf internationaler Ebene als Sieger der mexikanischen Präsidentschaftswahlen anerkannt wurde, wird das Wahlgericht seine Präsidentschaft offiziell erst am 6. September bestätigen. Könnte López Obrador tatsächlich Wahlsieger sein, wie er das behauptet?
Fazio: Das ist gut möglich. Andrés Manuel López Obrador (AMLO) ist der bekannteste Politiker des ganzen Landes. Er besetzte nach den genauso umstrittenen Wahlen von 2006 mit seiner Anhängerschaft monatelang das Zentrum der Hauptstadt. In den letzten drei Jahren hat er jedes vergessene Dorf in Mexiko besucht, die Menschen kennen ihn persönlich. Enrique Peña Nieto (PRI) konnte dem nur einen schmutzigen medialen Krieg entgegenstellen. Televisa, der mächtigste Fernsehsender des Landes, fungierte dank horrender Zahlungen als Peña Nietos private Marketingmaschine. Seit drei Jahren wurde die Hauptsendezeit zudem darauf verwendet, AMLO öffentlich zu diffamieren.

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sábado, 22 de septiembre de 2012

INDIGENE VORKÄMPFERIN IN HONDURAS

Familienangelegenheiten

Bertha Cáceres ist für das Regime in Honduras eine unerwünschte Person: Frau, Indigena und Oppositionelle. Ständig wird ihr von anonymen Anrufern mit dem Tod gedroht. Doch sie zeigt kaum Angst und kämpft weiter für Demokratie und gegen Staudämme.

von Kathrin Zeiske und Øle Schmidt


Es ist wie der Besuch eines ungeliebten Bekannten, der plötzlich wieder auftaucht, obwohl er nicht eingeladen ist. Jemand, der sich nicht abschütteln lässt und von der Seele Besitz ergreift. Angst und Bedrohung begleiten Bertha Cáceres, solange sie denken kann. Doch seit dem Putsch vor drei Jahren ist es besonders schlimm. »Meine vier Kinder sind in Sicherheit«, sagt sie erleichtert. »Nach all den Drohungen habe ich sie ins Ausland geschickt. Sie fehlen mir sehr.«

Die Drohungen am Telefon, die anonymen Zettel unter dem Scheibenwischer, die körperlichen Übergriffe der Polizisten haben Erinnerungen in ihr wach werden lassen. An ihre Mutter Bertha, die während der Diktaturen in Honduras überwacht und drangsaliert wurde. An ihre Brüder Carlos und Francisco, die vom Militär verschleppt und gefoltert wurden.

Auch Bertha Cáceres hat einflussreiche Feinde. Als Koordinatorin von Copinh (»Ziviler Rat der indigenen Basisorganisationen in Honduras«) fordert sie die großen honduranischen Energiekonzerne, deren globale Geschäftspartner und sogar die umstrittene Regierung des Landes heraus.

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