jueves, 28 de noviembre de 2013

Bergbau in Honduras


(Umweltaktivist Rodolfo Arteaga vorm ehemaligen Minengelände im Siriatal)

Ende des Goldrauschs

Goldschmuck gilt als zeitlos schönes Geschenk, Goldbarren sind als
krisenfeste ­Wertanlage beliebt. Die Nachfrage nach einem der seltensten
Metalle der Erde ist in den vergangenen Jahren enorm gestiegen. Multinationale
Unternehmen fördern es in den Ländern des Südens im Tagebau. In Honduras
haben diese Minen Krankheit und Umweltzerstörung gebracht. Ein neues
Gesetz öffnet Bergbaufirmen Tür und Tor. Dagegen wächst der Widerstand -
aber gleichzeitig wächst auch die Repression gegen soziale Bewegungen.


Von Kathrin Zeiske

Julio Aguirre begann mit 18 Jahren in der Goldmine San Martín zu arbeiten. Entre Mares, eine Tochterfirma des kanadischen Minenunternehmens Goldcorp, zahlte ihm dafür umgerechnet 400 Dollar pro Monat: ein extrem hoher Lohn für einen jungen Mann im ländlichen Honduras. Julio kletterte dafür in die "Goldkammer", den Blausäuretank der Auswaschungsanlage, und spülte sie mit Natronlauge aus. Als Schutzkleidung gegen giftige Rückstände und Dämpfe wurden ihm lediglich Gummistiefel, Handschuhe und Mundschutz gestellt.

Weiterlesen im Amnesty Journal...

viernes, 25 de octubre de 2013

Frauenmorde in Ciudad Juárez

Mythen und Morde

Ciudad Juárez erlangte schon in den neunziger Jahren traurige Berühmtheit. Damals war die nicht abreißende Reihe von Morden an Frauen in der mexikanischen Grenzstadt Anlass für die Entstehung des Begriffs »Femizid«. Nach dem scheinbaren Rückgang der Gewalt ist es still um Juárez geworden. Doch Frauen werden weiterhin ermordet – in einer Situation absoluter Straflosigkeit. »Diana, Jägerin der Busfahrer« nennt sich eine Rächerin misogyner Übergriffe.

von Kathrin Zeiske

»Hübsche Mädels fahren gratis – gegen Facebook-Kontakt oder Telefonnummer«, ist in Schnörkelschrift auf das Fenster neben der Fahrertür geschrieben. Die Wartenden erklimmen die hohen Stufen des Linienbusses und drücken dem Fahrer ihr Kleingeld in die Hand. Obwohl die weitläufige Wüstenstadt Ciudad Juárez an der Nordgrenze Mexikos für den Autoverkehr geschaffen ist, können sich nicht alle ein privates Fahrzeug leisten. Ein Großteil der armen Bevölkerung ist auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen, um in zwei Stunden Fahrt von den staubigen Wohnvierteln im Westen zu den klimatisierten Weltmarktfabriken im Süden und Osten zu gelangen. Dort bilden Frauen immer noch die Mehrheit der Arbeitskräfte.

Weiterlesen in der Jungle World...

domingo, 8 de septiembre de 2013


Auf dem Weg in die Grenzregion…

- coming soon-

Vom 14. September – 04.Oktober wollen wir auf diesem Reiseblog von unseren Eindrücken und Begegnungen in El Paso und Ciudad Juárez berichten.

Weiterlesen im Blog der Politischen Reisegruppe des IAK...


GRENZERFAHRUNGEN – Zivilgesellschaft & Kultur im Grenzraum USA/Mexiko


Politische Reise
Leitung: Kathrin Zeiske & Dagmar Seybold

Über die mexikanische Grenzstadt Ciudad Juárez wurde in den Medien in den vergangenen Jahren häufig berichtet. Die Gewalteskalation im Kontext des sogenannten “Drogenkriegs” stand dabei im Vordergrund. Andere Facetten der Stadt sowie das Engagement vieler Menschen für Frieden und Gerechtigkeit wurden dabei kaum thematisiert.

Nur wenige Meter entfernt liegt die US-amerikanische Stadt El Paso. Das Stadtbild der texanischen Grenzstadt ist vor allem durch die hispanische Bevölkerungsmehrheit geprägt. In den letzten Jahren erlebte das traditionell arme El Paso einen wirtschaftlichen Aufschwung, nicht zuletzt aufgrund des  massiven Zuzugs aus Mexiko angesichts der dortigen Gewaltsituation.

Diese Zwillingsstädte und die Menschen vor Ort möchten wir durch die Reise näher kennen­lernen. Denn trotz der streng kontrollierten US-amerikanischen Südgrenze und der restriktiven Migrationspolitik der USA ist die Grenzregion El Paso/Ciudad Juárez ein Raum der Begegnung und des Austauschs sowie Heimat vieler interkultureller und binationaler Initiativen.

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miércoles, 12 de junio de 2013

Garifuna gegen Landraub in Honduras




Hüter der Küste


Die UNESCO zählt Tanz, Sprache und Musik der Garifuna zum Weltkulturerbe der Menschheit. Doch in Honduras sind die afroindigenen Strandgemeinden von gewinnversprechenden Megaprojekten bedroht. So leisten die Nachkommen zur Freiheit gelangter afrikanischer Sklaven heute beherzten Widerstand gegen Landraub.


Von Kathrin Zeiske

Wer an der honduranischen Karibikküste einen Traumstrand sucht, ist in Barra Vieja genau richtig. Blaugrüne Wellen schlagen dort sanft auf weißen Sand, während Pelikane majestätisch übers Wasser ziehen. Über dem lilablühenden Bewuchs der Dünen erheben sich Hütten aus Palmwedeln.


Zur paradiesisch anmutenden Kulisse bilden die ernsten Gesichter des örtlichen Patronats einen starken Kontrast. Jesús Herrera, Giovanni Lalo und Helena Martínez haben heute keine Augen für die Idylle. Die Angehörigen des Gemeinderates finden sich unter schattenspendenden Palmdächern am Strand zusammen, um über die drohende Vertreibung des Dorfes zu sprechen.


Denn Barra Vieja ist im Weg. Wie die Nachbargemeinde Miami soll sie dem Megatourismus­projekt „Los Micos Beach & Golf Resort“ weichen. „Ein 18-Loch-Golfplatz soll hier entstehen, ein Fünf-Sterne-Hotel mit Casino, private Luxusresidenzen und Poolanlagen“, berichtet Jesús Herrera. „Für die Bucht von Tela bedeutet das den ökologischen Selbstmord.“ Denn auf dem Baustellengelände befindet sich die Micos-Lagune, die dem Projekt ihren Namen gibt. Sie ist das Wasserreservoir der umliegenden Dörfer.

viernes, 7 de junio de 2013

Friedenspakt der Jugendbanden in El Salvador

Antonio Rodríguez, Pater gegen Ganggewalt»Ein Kniefall vor der Mafia«

Vergangene Woche unterzeichneten Anführer der größten zentralamerikanischen maras (Banden), Mara Salvatrucha 13 und Barrio 18, in Honduras ein Friedens-abkommen. In El Salvador gibt es ein derartiges Abkommen bereits seit Juli 2012. 
Vor über einem Jahr hat die dortige Regierung mit Vertretern von der Mara Salvatrucha 13 und Barrio 18 Friedensverhandlungen aufgenommen. Die Anzahl der Morde ist seit dem Pakt Statistiken der Regierung zufolge von 15 auf fünf pro Tag gesunken. 
Der spanische Pater Antonio Rodríguez, der seit mehr als einer Dekade Friedens-, Präventions- und Rehabilitationsarbeit im armen Stadtteil Mejicanos in San Salvador betreibt, übt jedoch öffentlich Kritik an dem Abkommen. Im vergangenen Jahr erhielt er deswegen mehrfach Morddrohungen. Mit ihm sprach die Jungle World über die problematischen Aspekte dieses Waffenstillstands.

Interview: Kathrin Zeiske


El Salvador, eines der gewalttätigsten Länder Lateinamerikas, hat die obersten Ränge der Mordstatistiken verlassen. Warum überzeugt Sie der Frieden dennoch nicht?
Es ist ein Frieden mit der Mafia. Ein Frieden ohne Bestand. Die Jugendbanden schwören nicht der Gewalt ab – sie gehen lediglich strategische Bündnisse ein. Sie wollen sich nicht auflösen, nicht zurückziehen. Vielleicht werden sie Territorien und Einkommensquellen ändern, aber nicht ihre kriminellen Strukturen. Ihre Bosse, die im Gefängnis sitzen, verhandeln über weniger Tote auf den Straßen, um mehr Besuchszeiten und Annehmlichkeiten im Knast zu bekommen. Es ist ein zynischer Handel um Leichen – ohne Respekt für das Leben an sich.

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domingo, 26 de mayo de 2013

Hollman Morris zu Drogenkriegen und Dokumentarfilm

Hollman Morris, kolumbianischer Journalist

»Legalisierung ist der einzige Ausweg«

Hollman Morris ist einer der renommiertesten investigativen Journalisten Lateinamerikas. Zu Hochzeiten des Drogenkriegs in Kolumbien etablierte er das Editorial »Menschenrechte« in der Tageszeitung El Espectador. In seinem Fernsehmagazin »Contravía« berichtete er von Vertreibungen, Massakern und hingerichteten Zivilisten im Inneren des Landes. Juan Manuel Santos, damals Verteidigungsminister, heute Präsident von Kolumbien, bezeichnete Morris als »Komplizen des Terrors«. Da Fernsehsender im Einverständnis mit der Regierung Álvaro Uribes keine Kamerateams in Konfliktzonen entsandten, sind seine Aufnahmen aus dieser Zeit nahezu einzigartig. Morris wurde überwacht, verhaftet und ging mehrmals mit seiner Familie ins Exil. Mit der Jungle World sprach er über Drogenkriege und Versuche der Legalisierung, Journalismus und Dokumentarfilm.

Interview: Kathrin Zeiske


In Kolumbien sind Sie seit langem für Ihre audiovisuellen Dokumentationen des Kriegs bekannt. Ihr Dokumentarfilm »Impunity« (Straflosigkeit) sorgte auch international für Aufsehen. Was hat dieser Dokumentarfilm in Kolumbien ausgelöst?
In einem Land, das als älteste Demokratie Lateinamerikas bekannt ist, stellt »Impunity« das politische System in Frage. Denn der Film fragt nach vier Millionen Vertriebenen, er fragt nach 6 000 politischen Morden, er fragt nach den engen Verbindungen zwischen Politikern und paramilitärischen Gruppen. Er stellt dabei Bevölkerungsteile in den Blickpunkt, die von der Gesellschaft und den traditionellen Medien ausgeblendet werden. Er macht die Unsichtbaren sichtbar – Menschen, die Gewalt und Verfolgung erlitten haben.

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lunes, 20 de mayo de 2013

Veranstaltung 23.05. Bonn: Green Grabbing/Land Grabbing in Honduras

Green Grabbing / Land Grabbing in Honduras 
Vortrag am Do 23.05, 19h 
Bonn, Oscar-Romero-Haus
P1060133

2009 wurde in Honduras geputscht. 2013 stehen nun erneut Wahlen an, zu denen auch die Demokratiebewegung mit einer Partei antritt. Bevor die Machtverhältnisse sich erneut ändern können, setzen die Machthaber zum Endspurt an und verkaufen Land und natürliche Ressourcen aus. Allen voran sind es Protestbewegungen von Landlosen und  Indigenen, die sich dagegen wehren. Enteignungen, Privatisierungen und Konzessionierungen im Zusammenspiel mit  multinationalen Unternehmen werden mit staatlicher Gewalt durchgesetzt. Wasserenergieprojekte, Palmölanbau & die Kommerzialisierung von Wäldern werden von der bei Rio +20 ausgerufenen „Green Economy“ protegiert und von deutschen und internationalen Institutionen gefördert.

Veranstaltung mit Kathrin Zeiske

Kathrin Zeiske ist als Freie Journalistin in Mittelamerika unterwegs und schreibt über Auswirkungen der Globalisierung und soziale Bewegungen.

Vortrag und Eröffnung der Ausstellung “GEGEN DIE UNSICHTBARKEIT”-  Fotoausstellung zum Widerstand in Honduras  am 23.05.2013, 19.00

„GEGEN DIE UNSICHTBARKEIT“ – Fotoausstellung zum Widerstand in Honduras, 23.05 bis 23.06.

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Sie waren unsichtbar. Sie waren nicht-existent in den Regierungsprogrammen, internationalen Abkommen & Investitionsvereinbarungen. Sie, die Marginalisierten der honduranischen Bevölkerung. Frauen, homo- und transsexuelle Menschen, Kleinbäuerinnen & Kleinbauern, Landlose, Indigene… Als sie drohten, mehr Mitspracherechte zu fordern, wurde dies von der honduranischen Elite und dem Militär mit einem Putsch am 28. Juni 2009 beantwortet. Doch sie ließen sich nicht einschüchtern, nun erst recht nicht. Auch die Militarisierung des Landes und die Repression gegen die Zivilgesellschaft wird in der Ausstellung gezeigt, ebenso wie der Beitrag von Europäischer Union und deutscher Institutionen an der „Unsichtbarmachung“ des Widerstands.

Die Wander-Ausstellung ist ein Projekt der HondurasDelegation, einer Gruppe von Aktivist*innen und freien Journalist*innen. Die Ausstellung entstand in Kooperation mit honduranischen „Künstler*innen im Widerstand“.

„GEGEN DIE UNSICHTBARKEIT“.  Fotoausstellung zum Widerstand in Honduras, 23. Mai – 23. Juni, Eröffnung am 23.05.2013, 19.00

lunes, 13 de mayo de 2013

Genozidprozess in Guatemala

Die Wahrheit strahlt viel zu hell

In Guatemala hat der Völkermord-Prozess gegen Exdiktator Efraín Ríos Montt eine Debatte um die Vergangenheit entfacht

Von Kathrin Zeiske

Ein bronzenes Staatswappen prangt an der Marmorwand über dem massiven Richtertisch im Saal des Justizpalastes. Rechts davon eine imposante Standuhr, deren Pendel unaufhaltsam hin- und herschwingt. In Guatemala stand dennoch die Zeit still, als das Verfahren gegen den ehemaligen Machthaber Efraín Ríos Montt und seinen Geheimdienstchef Mauricio Rodríguez Sánchez im April vorübergehend ausgesetzt wurde.

Es ging in diesem Prozess nicht nur um Verbrechen im guatemaltekischen Bürgerkrieg (1960-96), es ging um weit mehr. »Genozid ist der potenzierte Ausdruck des geplanten Mordes, es ist das menschliche Böse, das mit der Vernunft Hand in Hand geht«, versuchte der renommierte Akademiker Edelberto Torres-Rivas das Phänomen zu fassen, das die Gemüter in Guatemala erhitzt. Besonders als das Verfahren Mitte April kurzfristig annulliert wurde – wohl mehr aufgrund politischer Interessen als wegen juristischer Verfahrensfehler.

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miércoles, 8 de mayo de 2013

Veranstaltung "Drogenkriege" München


„Krieg(e) gegen Drogen“. 

Macht, Kontrolle und Gewinne in Mexiko und Mittelamerika

Samstag, 11. Mai 2013,15 Uhr
BUKO 35, DGB Jugendraum III, München
Kathrin Zeiske, Freie Journalistin

In den Medien mangelt es nicht an spektakulären Berichten über den Drogenkrieg in Mexiko. Dass es dabei nicht um die Unterbindung des Handels geht, sondern um die Gewinn­monopolisierung auf ein Kartell mit Unterstützung der Regierung, bleibt zumeist außen vor. Ebenso die fatalen Auswirkungen für die Zivilgesellschaft. Folter, gewaltsames Verschwindenlassen und Morde an Menschenrechtsverteidigerinnen und Journalistinnen haben dramatische Ausmaße erreicht.

Die Verteilungskämpfe der Kartelle haben sich derweilen nach Mittelamerika ausgeweitet. Während es in Guatemala Legalisierungs­ansätze gibt, in El Salvador ein Friedenspakt zwischen Regierung und Banden pragmatisch den Dialog mit der organisierten Kriminalität sucht, nutzen in Honduras die Drogenkartelle den seit dem Putsch fortlaufenden Staatsverfall und versenken das Land in Gewalt.

Diskutiert werden soll das Zusammenspiel von Militarisierung und der Kontrolle sozialer Bewegungen im Kampf um Land und Ressourcen. Ebenso die Frage nach Konsum, Verantwortung und Militärhilfen des globalen Nordens, Chancen der Legalisierung und einer linken Analyse von Neoliberalismus +Globalisierung +Verbrechen.

lunes, 6 de mayo de 2013

Gerichtsprozess Genozid Guatemala


»Leugnen schützt die Mörder von damals«

In Guatemala ist das Gerichtsverfahren gegen den ehemaligen Diktator Efraín Ríos Montt, dem Genozid an der indigenen Bevölkerung vorgeworfen wird, vorläufig abgebrochen worden. Eine politische Entscheidung, so scheint es. Erstmals hatte die indigene Friedensnobelpreisträgerin Rigoberta Menchú den Genozid im Jahr 1999 vor den Nationalen Gerichtshof in Madrid gebracht. So bekannt die Menschenrechts-verteidigerin interna­tional ist, gilt sie im eigenen Land zumeist als »Verräterin«, die Guatemala vor den Vereinten Nationen in Verruf gebracht habe. Die Jungle World sprach mit ihr über die Bedeutung des Gerichtsverfahrens für die Aufarbeitung der Vergangenheit in Guatemala und die möglichen Verstrickungen des gegenwärtigen Präsidenten, Otto Pérez Molina, in die Verbrechen von damals.

Interview: Kathrin Zeiske

Das Gerichtsverfahren gegen Efraín Ríos Montt und seinen ehemaligen Geheimdienstchef ist abgebrochen worden. Ob es weitergeführt oder annulliert wird, entscheidet nun das Verfassungsgericht. Kann es überhaupt noch Zweifel darüber geben, dass in Guatemala ein Genozid stattgefunden hat?
Keinesfalls. Vor 30 Jahren gipfelte der seit Jahrhunderten existierende Rassismus gegen die indigene Bevölkerung in dem Versuch, sie zu vernichten. Es gab nicht nur Massaker, wir sprechen nicht nur von Massenmorden. Die Maya, insbesondere die Gruppe der Maya-Ixiles, wurden damals zu Staatsfeinden erklärt. Das bedeutet, es gab im Hochland für die Armee keine Zivilisten. Männer, Frauen, Alte, Kinder und selbst Ungeborene galten als Angehörige der Guerilla und wurden systematisch niedergemetzelt. Massenvergewaltigungen, Vertreibungen und Umerziehungslager dienten dazu, unsere Identität für immer auszulöschen.

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lunes, 15 de abril de 2013

Landkonflikt in Bajo Aguan - Honduras

Die honduranischen Band Zona Urbana 

»Hier herrscht Krieg gegen die Bauern«

»Zona Urbana« steht auf Straßenschildern in ländlichen Gegenden Mittelamerikas, um eine nahe Siedlung anzukündigen. So nennt sich auch eine Reggaeton-Band aus Honduras. Die jungen Bandmitglieder kommen nicht aus dem städtischen Milieu, sondern aus Bauernfamilien, die in der Region Bajo Aguán um Land kämpfen. Dort spielt sich momentan der wohl blutigste Landkonflikt Mittelamerikas ab. In ihren Songtexten nehmen Zona Urbana Putschisten, Besitzer von Palmölplantagen und paramilitärische Gruppen aufs Korn. Die Musiker Wilmer Humberto, Edgar Aguilar und Harry Ornay sprachen mit der Jungle World über Militarisierung und Landgrabbing im Norden von Honduras.

Interview: Kathrin Zeiske

Eine Reggaeton-Band vom Land – das findet man selten. 
Wie habt ihr begonnen, Musik zu machen?
Ornay: Wir waren sehr jung, als wir Zona Urbana gründeten. Ich war zehn Jahre alt, der Jüngste von uns fünf. Wir haben begonnen, Beats zu mixen und Texte zu rappen. Unpolitische Sachen, die uns Spaß gemacht haben. Wir sind bei Dorffesten und Schulfeierlichkeiten aufgetreten. Heute spielen wir vor größerem Publikum. Wenn wir nicht auf der Bühne stehen, helfen wir unseren Eltern, das Land zu bestellen, Bohnen und Mais zu säen und zu ernten. Nebenbei versuchen wir, weiter zur Schule zu gehen.

miércoles, 10 de abril de 2013

Spenden für COPINH - Honduras

Spendenaufruf

für die indigene Bewegung COPINH, Honduras

 

Der "Zivile Rat der Volks- und indigenen Organisationen von Honduras" COPINH
ist ein wichtiger Akteur der mit dem Putsch im Jahr 2009 entstandenen Demokratiebewegung. Innerhalb dieser profilierte sich COPINH durch die Etablierung von Themen wie Indigenen Rechten,  Gendergleichheit und dem Kampf gegen Land Grabbing/Green Grabbing. Gleichzeitig steht COPINH für radikal demokratische Methoden ein.

Nun steckt COPINH in finanziellen Schwierigkeiten. Doch Geld ist nötig; für die Auszahlung der COPINH-Mitglieder, die in den kommunalen Radios und im Büro arbeiten; für Reparaturen und das Benzin der zwei Autos, die für Fahrten in entlegene Gemeinden benötigt werden; für Projekte wie das Frauenhaus, das gerade ensteht; oder für die Mobilisierung gegen Bergbauprojekte, Staudämme, etc.

Die Honduras-Delegation bittet deshalb um Spenden an COPINH. Der Aufruf wird unterstützt vom Ökumenischen Büro (Öku-Büro) in München, wo die Spenden gesammelt und auf das honduranische Konto von COPINH überwiesen werden. Das Öku-Büro stellt steuerabzugsfähige Spendenquittungen aus.

Konto: Ökumenisches Büro
Stadtsparkasse München
Konto-Nr. 5617 6258
BLZ: 701 500 00
Iban: DE65 7015 0000 0056 1762 58
Swift: SSKMDEMM
Verwendungszweck: Spende COPINH


Gracias.

viernes, 5 de abril de 2013

Film "Cafe Rebeldia" in Bonn & Köln

Einladung zur Veranstaltung 
Film "Cafe Rebeldia" 
Bonn: Montag, 8. April 2013
 
ab 17Uhr wir im la victoria, Bornheimerstr.57 Kaffee geröstet und verköstigt, dazu gibt es Kuchen und Informationen zu zapatistischem Kaffee und dem Film.
 
um 20.30 Uhr wird der Film "Cafe Rebeldia" in Anwesenheit des Filmemachers im Woki (Kino am Bertha-v.-Suttner-Platz) gezeigt (Eintritt 5.99/4.99 ermäßigt)
 
CAFE REBELDIA, 75 Min., México 2000-2008, DVD (2012)
 
„Cafe Rebeldia“ dokumentiert beispielhaft die Geschichte des zapatistischen Kaffeevertriebes in Mexico bis zum Widerstand gegen Nestlé.Dabei beleuchtet der Film die Anfänge in Chiapas anhand der Kooperativen „Mutz Vitz“ („Berg der Vögel) und „Yahil Yojoval Chulchan“ („Neues Licht des Himmels“) ebenso wie den Widerstand gegen das Robustakaffee- Anbauprojekt  von Nestlé in der Region Tezonapa/Veracruz. Ergänzt wird diese durch Eindrücke von dem „Marcha Zapatista“, den Landarbeiterbewegungen „El Bazon/Via Campesina“ und den „zapatistischen Encuentros“ im Caracoll II Oventik/Chiapas.
 
Kaffee & Film gibt es auch am Di, 9.April um 20Uhr im AZ Köln-Kalk.

lunes, 18 de marzo de 2013

Alternative Wahrheitskommission Honduras


Honduras steht vor dem Ausverkauf

Mirna Perla Jiménez von der Alternativen Wahrheitskommission über die Folgen des Putsches von 2009

Die Alternative Wahrheitskommission von Honduras bildet ein zivilgesellschaftliches Gegengewicht zur von den Akteuren des Putsches von 2009 ins Leben gerufenen »Kommission für Wahrheit und Versöhnung«. Auf die Empfehlungen der Alternativen Wahrheitskommission hat die De-facto-Regierung Porfirio Lobos bis heute nicht reagiert. Nun soll der Putsch vor den Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag gebracht werden. Mit Kommissionärin Mirna Perla Jiménez sprach für »nd« Kathrin Zeiske. 
 
nd: Frau Perla, was konnte die Alternative Wahrheitskommission in ihrem Bericht über den Putsch in Honduras ans Tageslicht bringen?
Jiménez: Wir konnten herausstellen, dass es eine gezielte politische Verfolgung von Angehörigen der durch den Putsch zerschlagenen Regierung gab. Darüber hinaus eine massive Repression gegen Aktivisten und Aktivistinnen der friedlichen Widerstandsbewegung, die in den Monaten nach dem 28. Juni 2009 auf den Straßen präsent waren. Wir haben Hunderte von Zeugenaussagen im ganzen Land dokumentiert und Fälle von gravierenden und systematischen Menschenrechtsverletzungen recherchiert. Bis heute wurden die Täter von Morden, Folter und der Zersetzung eines ganzen Staates juristisch nicht zur Verantwortung gezogen.

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jueves, 24 de enero de 2013

Politische Reise USA-Mexiko 2013


GRENZERFAHRUNGEN – Zivilgesellschaft & Kultur im Grenzraum USA/Mexiko

P1070580
Politische Reise September/Oktober 2013
El Paso, USA – mit Exkursionen nach Ciudad Juárez, Mexiko

Leitung: Kathrin Zeiske & Dagmar Seybold

Über die mexikanische Grenzstadt Ciudad Juárez wurde in den Medien in den vergangenen Jahren häufig berichtet. Die Gewalteskalation im Kontext des sogenannten “Drogenkriegs” stand dabei im Vordergrund. Andere Facetten der Stadt sowie das Engagement vieler Menschen für Frieden und Gerechtigkeit wurden dabei kaum thematisiert.

Nur wenige Meter entfernt von Ciudad Juárez, auf der anderen Seite des Rio Grande, liegt die US-amerikanische Stadt El Paso, die bis 1848 zu Mexiko gehörte. Das Stadtbild der texanischen Grenzstadt ist vor allem durch die hispanische Bevölkerungsmehrheit geprägt. In den letzten Jahren erlebte das traditionell arme El Paso einen wirtschaftlichen Aufschwung, nicht zuletzt aufgrund des  massiven Zuzugs aus Mexiko angesichts der dortigen Gewaltsituation. Ein weiterer Wirtschaftsfaktor ist die US-Armee, die die Militärbasis Fort Bliss aktuell zum größten Truppenstandort der USA ausbaut. 

Diese Zwillingsstädte und die Menschen vor Ort möchten wir durch die Reise näher kennen­lernen. Denn trotz der streng kontrollierten US-amerikanischen Südgrenze und der restriktiven Migrationspolitik der USA ist die Grenzregion El Paso/Ciudad Juárez ein Raum der Begegnung und des Austauschs sowie Heimat vieler interkultureller und binationaler Initiativen.

Weitere Informationen unter www.iak-net.de...

Fragen & Kontakt: usa@iak-net.de