viernes, 25 de octubre de 2013

Frauenmorde in Ciudad Juárez

Mythen und Morde

Ciudad Juárez erlangte schon in den neunziger Jahren traurige Berühmtheit. Damals war die nicht abreißende Reihe von Morden an Frauen in der mexikanischen Grenzstadt Anlass für die Entstehung des Begriffs »Femizid«. Nach dem scheinbaren Rückgang der Gewalt ist es still um Juárez geworden. Doch Frauen werden weiterhin ermordet – in einer Situation absoluter Straflosigkeit. »Diana, Jägerin der Busfahrer« nennt sich eine Rächerin misogyner Übergriffe.

von Kathrin Zeiske

»Hübsche Mädels fahren gratis – gegen Facebook-Kontakt oder Telefonnummer«, ist in Schnörkelschrift auf das Fenster neben der Fahrertür geschrieben. Die Wartenden erklimmen die hohen Stufen des Linienbusses und drücken dem Fahrer ihr Kleingeld in die Hand. Obwohl die weitläufige Wüstenstadt Ciudad Juárez an der Nordgrenze Mexikos für den Autoverkehr geschaffen ist, können sich nicht alle ein privates Fahrzeug leisten. Ein Großteil der armen Bevölkerung ist auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen, um in zwei Stunden Fahrt von den staubigen Wohnvierteln im Westen zu den klimatisierten Weltmarktfabriken im Süden und Osten zu gelangen. Dort bilden Frauen immer noch die Mehrheit der Arbeitskräfte.

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