martes, 1 de abril de 2014

Zwei Jahre Friedenspakt: Maras in El Salvador

Foto: Edu Ponces / RUIDO Photo

Pakt mit dem Teufel


In El Salvador sind heute mehr Personen bewaffnet als zu Zeiten des Bürgerkrieges. Um dem Krieg im  eigenen Land ein Ende zu setzen, schloss die Regierung vor zwei Jahren einen Friedenspakt mit den gefürchteten Jugendbanden. An der Situation in den Armenvierteln San Salvadors hat dies nicht viel  geändert.

Text: Kathrin Zeiske, Fotos: Edu Ponces & Pau Coll, RUIDO Photo


Zwischen dem Einkaufszentrum Metropolis und dem Krankenhaus von Zacamil sollte man nicht zu Fuß  gehen. Lieber die Buslinie 30 von der einen Haltestelle zur nächsten nehmen, raten Anwohner. Auch wenn das besagte Wegstück im Stadtteil Mejicanos gerade einmal 600 Meter betragen dürfte. Doch die Straße, von außen kaum ersichtlich, bildet hier eine Frontlinie. Nicht Heere stehen sich auf den angrenzenden Hängen gegenüber, sondern Wohnviertel. Beherrscht werden sie von den bis aufs Blut verfeindeten Jugendbanden Mara Salvatrucha 13 und Barrio 18. Der 13 und der 18. Denn in El Salvador fing der Krieg nach Abschluss der  Friedensverträge von 1992 gleich wieder an.

Rund 35.000 Anhänger sollen die Gangs in dem mittelamerikanischen Land haben, das nicht größer als Hessen ist. Manche schätzen sogar, doppelt so viele. Soldaten nennen sie sich selbst. Die ersten starteten als Kinder von Bürgerkriegsflüchtlingen eine kriminelle Karriere in US-amerikanischen Ghettos, wurden abgeschoben und legten – zurück in ihrem Herkunftsland – ein Fegefeuer, das der gesamten Region bis heute den Atem verschlägt. Drogenverkauf, Auftragsmorde, Schutzgelderpressungen und unmenschliche Gewaltakte gehen auf ihr Konto.


Weiterlesen im Blickpunkt Lateinamerika...