miércoles, 8 de octubre de 2014

Veranstaltungen zu Migration - Flucht - Militarisierung von Grenzen

 
Mittelamerikas Kinder auf dem Weg in die USA. Wie eine Fluchtbewegung genutzt wird, um Migration zu kontrollieren. 

Diskussionsveranstaltung mit der Journalistin & Aktivistin 
Kathrin Zeiske

Barack Obama bezeichnete die Flucht von Kindern und Jugendlichen aus Guatemala, El Salvador und Honduras zutreffend als "humanitäre Katastrophe". Doch diese soll den USA fern bleiben. Massenabschiebungen und eine Verschärfung der regionalen Migrationspolitik folgten als Antwort auf die steigenden Zahlen von aufgegriffenen Minderjährigen an der US-Grenze. 
Kinder und Jugendliche haben in Mittelamerika jedoch oftmals keine (Über)Lebensperspektive mehr. Ihr Alltag ist geprägt ist von Präsenz, Zwangs-/Rekrutierungen, Gewalt und sexueller Gewalt der Jugendbanden. Diese bilden in den Armenvierteln ein Parallelregime zum Staat und treiben "Kriegssteuern" ein. 
Immer mehr Kinder und Jugendliche haben sich in den letzten Jahren auf den Weg gemacht. Begleitet werden sie von Freunden, Coyoten oder Verwandten. Oft nehmen Eltern oder alleinerziehende Mütter ihre Kinder und Babies mit auf die Flucht oder in die Migration. Denn Hoffnungen auf eine Familienzusammenführung  gibt es ohne Papiere nicht. 
Die aktuelle Militarisierung der Südgrenze Mexikos und die Polizeieinsätze auf den  Güterzugstrecken Richtung Norden wird zu einem Anstieg von Unfällen und Korruption führen. Migration und Flucht werden sie nicht verhindern, solange es in Mittelamerika keinen Perspektivwechsel gibt.
 
13.10. Bonn 18 Uhr, veranstaltet vom Institut für Archäologie und Kulturanthropologie, Abteilung für Altamerikanistik, Oxfordstr. 15, Raum 1002

14.10. Frankfurt am Main 18.30 Uhr, Ehemaliges Polizei- und Abschiebegefängnis Klapperfeld, veranstaltet von no-border ffm (noborder-frankfurt.antira.info)

05.11. Bielefeld, 20 Uhr im Welthaus Bielefeld, August-Bebel-Straße 62, veranstaltet von Welthaus Bielefeld & El Salvador-Gruppe

06.11. Hamburg 19.30 Uhr, Werkstatt 3, Werkstatt für internationale Kultur und Politik e.V., Nernstweg 32 - 34, veranstaltet von Flüchtlingsrat Hamburg e.V. & Mexiko- und Zentralamerika Koordinationsgruppe (CASA) von Amnesty International

11.11. Kassel, 18 Uhr, Universität Kassel, Fachbereich Gesellschaftswissenschaften, Raum 0409, Arnold-Bode-Str. 2

12.11. Düsseldorf, 19.30 Uhr, Linkes Zentrum „Hinterhof“, Corneliusstr. 108, veranstaltet von alerta!

14.11. München, 19:00 Essen, 20:00 Vortrag & Diskussion, Ligsalz8, veranstaltet vom Ökumenischen Büro für Frieden und Gerechtigkeit e.V.

18.11. Bonn 19 Uhr, Oscar-Romero-Haus, Heerstr. 205, veranstaltet vom Förderkreis Oscar-Romero-Haus e.V.

lunes, 6 de octubre de 2014

Alltag in der Migration

Honduras in Mexiko

In der südlichen Grenzstadt Tapachula wird die honduranische Präsenz langsam aber sicher zum Alltag

Von Kathrin Zeiske

Mexiko war in den letzten beiden Jahrzehnten Transitland für Hunderttausende Menschen aus Honduras auf dem Weg in die USA. Doch immer repressivere Migrationskontrollen, Übergriffe und Entführungen durch kriminelle Banden und Drogenkartelle haben den Amerikanischen Traum zum mexikanischen Alptraum werden lassen. Dennoch bleibt vielen Honduraner_innen keine Alternative, als ihr Land zu verlassen. Seit dem Putsch durch die rechte Elite im Jahr 2009 sind die Zahlen von Armut und Gewalt in dem mittelamerikanischen Staat nochmals in die Höhe geschnellt. Für viele stellt Mexiko nun eine Möglichkeit für den Neuanfang dar: nicht zu weit weg von Honduras, doch in Sicherheit und mit relativen Aufstiegschancen für Auswander_innen.

Doña Nora sitzt unter einem bunten Sonnenschirm. Denn in der Sackgasse, die zur Migrations­­behörde führt, brennt unbarmherzig die Mittagssonne nieder. Der Strom für Laptop und Drucker kommt aus dem Schnellrestaurant hinter ihrem kleinen Stand. An diesem Morgen sind ihre Dienste viel gefragt: Von Männern und Frauen, zumeist aus Mittelamerika und vor allem aus Honduras, denen Nora Rodríguez zielstrebig beim Ausfüllen der Internetformulare hilft.

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