viernes, 23 de enero de 2015

Militarisierung von Grenzen - Vergleich EU-USA

Bis an die Zäune bewaffnet

Flüchtlinge abzuschrecken – dieses Ziel haben die Länder mit der Militarisierung ihrer Grenzen bisher nicht erreicht. Dafür sind Tausende auf dem Weg in ein vermeintlich sicheres Land gestorben. Wer verfolgt mit dieser Militarisierung welches Interesse, wer profitiert davon? Wie viele Menschen sind davon betroffen, und welche Folgen hat das für sie? Hintergründe am Beispiel von USA/Mexiko und Frontex.

Von Stefanie Sifft und Kathrin Zeiske

USA/ Mexiko
1. Wer will die Grenze dichtmachen und warum?
Die US-Regierung hat ihre eigene Südgrenze zu der am stärksten militarisierten Grenze der Welt ausgebaut. Das Nachbarland Mexiko – ein ehemals liberales Fluchtund Einwanderungsland – wurde gleichzeitig mit Geldern aus den USA zu einem Filter Richtung Norden aufgerüstet: Der Landweg durch das mexikanische Territorium verwandelte sich in eine der gefährlichsten Strecken, die Menschen ohne Papiere auf dieser Welt zurücklegen können. Polizeibeamte und Drogenkartelle nutzen die Migrant/innen auf dem Weg nach Norden gleichermaßen als Einkommensquelle. Dabei geht es den USA nicht darum, Migration zu stoppen. Die Einwanderung unter Lebensgefahr garantiert, dass es nur die ausdauerndsten, arbeitsfähigsten Menschen schaffen, die ohne Papiere gezwungen sind, unterhalb des Mindestlohnes zu arbeiten. Ein Gewinn für die US-amerikanische Wirtschaft, die in vielen Sektoren auf die Arbeit von Migrant /innen aus Mexiko und Mittelamerika angewiesen ist.

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