lunes, 23 de marzo de 2015

Spenden gesucht: Hilfe für junge Migrant_innen & Flüchtlinge


Unterstützung für die Straßenkinderherberge 
"Todo por Ellos“

Herberge und Suppenküche für Kinder und Jugendliche auf der Straße, in der Migration und auf der Flucht in der Grenzstadt Tapachula, Chiapas, Mexiko


Die Nichtregierungsorganisation „Todo por Ellos“ (Alles für sie) bietet mexikanischen und  mittelamerikanischen Kindern Unterkunft und Verpflegung, sowie rechtliche und psychologische Hilfe und Unterstützung, um das öffentliche Bildungssystem in Anspruch nehmen zu können.


Die Herberge erhält zur Zeit keine staatliche Unterstützung oder Gelder von internationalen Stiftungen. Ersteres mutmaßlich, da Herbergengründer Ramón Verdugo immer wieder erfolgreich die Verstrickung von Polizei und Stadtverwaltung in Ausbeutung und Kinderprostitution öffentlich macht. (Sieben Beamte konnten hinter Gitter gebracht werden; drei Hotels geschlossen werden.)

Deswegen hat Prediger Ramon Verdugo Repressionsversuche erlitten und Morddrohungen
erhalten; seine Tochter hat ein Attentat überlebt. Daneben lässt die tägliche Arbeit, die aktuell von
zwei Freiwilligen durchgeführt wird, schlichtweg keine Zeit für administrative Aufgaben und die
Erarbeitung von Projektanträgen.

Da die Herberg seit Beginn des Jahres nicht mehr Nahrungsmittelpakete des städtischen Sozialamts bezieht, werden dringend Spenden für die kommenden Monate benötigt, bis es wieder eine
konstante Unterstützung für die Herberge gibt.

Diese versorgen aktuell 29 Kinder mit drei Essen am Tag. Sieben von ihnen leben in der Herberge, sie sind unbegleitete Flüchtlinge oder kommen aus Familien mit Gewaltkontext. 22 leben auf der Straße und sind zumeist klebstoffabhängig, oder aber in sehr prekären Situationen, beispielsweise als Kinder von alleinerziehenden Müttern, die in der Prostitution arbeiten.

Um diese Unterstützung einen Monat lang aufrechthalten zu können, werden für den Einkauf von Grundnahrungsmitteln rund 7.700 Mexikanische Pesos, umgerechnet 455 Euro, benötigt.

Zu den täglichen Nahrungsmittelkosten kommen Stromkosten für die Herberge hinzu. Für das zweite Halbjahr 2014 betragen die Schulden 14.806 Mexikanische Pesos, umgerechnet rund 874 Euro.
 

Neben der finanziellen Unterstützung werden Freiwillige gesucht, die ein paar Wochen oder Monate das Herbergenteam unterstützen können.

Für weitere Informationen besuchen Sie uns auf Facebook:
https://www.facebook.com/todoporellos.ac?fref=ts
 

Kontakt:
Mail: info@todoporellos.org.mx oder Telefon: (+52-1) 962 118 1337

 

Spenden:

Banküberweisung:
Scotiabank
Kontonummer: 09100280674
Inhaber: Todo por Ellos, A.C.
IBAN: 0441 3309 1002 8067 46
BIC: MBCOMXMM


Pay Pal:
info@todoporellos.org.mx

jueves, 12 de marzo de 2015

Ende des Friedenspaktes mit den Maras in El Salvador

FMLN-Fahne über dem Viertel Santa Cecilia, San Salvador

Experiment beendet

In El Salvador hat die Regierung die umstrittenen Friedensverhandlungen mit den kriminellen Jugendbanden, den maras, abgebrochen.
Von Kathrin Zeiske, San Salvador
 
»Mit dem Friedenspakt hatten lediglich die Mara-Bosse gute Konditionen
ausgehandelt«, konstatiert Mauricio Figueroa, Experte für Gangs in
Mittelamerika, zu den Verhandlungen zwischen den Maras und der Regierung
in El Salvador, die vor einigen Jahren begannen. »Sie konnten Besuch
empfangen und verkehren mit der Außenwelt, wie sie es für ihre
kriminellen Geschäfte benötigten.« Dafür hatten sie die Mordrate im März
2012 von einem Tag auf den anderen um zwei Drittel sinken lassen. Die
linke Regierung von Präsident Mauricio Funes (2009 bis 2014) versuchte
stets, ihre Rolle im Pakt mit den maras herunterzuspielen, erst das
investigative Nachrichtenmagazin El Faro brachte die
Friedensverhandlungen überhaupt an die Öffentlichkeit.
Funes’ Amtsnachfolger Salvador Sánchez Cerén, ebenfalls von der
ehemaligen Guerilla und heutigen Partei FMLN, hat die zögerliche
Regierungshaltung beendet und ist kurz vor den Bürgermeister- und
Abgeordnetenwahlen vom 1. März zur Zero tolerance-Politik zurückgekehrt.
Die maras demonstrierten noch zu Beginn des Jahres ihren Einfluss, indem
sie die Mordrate im Land auf Befehl erneut von 15 auf fünf Tote pro Tag
reduzierten. Doch die Regierung will nach langer Aussetzung endgültig
nicht mehr mit der Mafia verhandeln. Ende Februar verlegte sie die
Bandenchefs von »Mara Salvatrucha 13« und »Barrio 18« ins
Hochsicherheitsgefängnis Zacatecoluca, genannt »Zacatráz«.
 
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