jueves, 4 de agosto de 2016

Frauenmorde und sexualisierte Gewalt in Mexiko

Aktion gegen Frauenmorde in Ciudad Juárez

Kathrin Zeiske

«Wir wollen uns lebend»

Landesweite Bewegung gegen sexualisierte Gewalt in Mexiko


Jeden Tag werden in Mexiko sieben Frauen umgebracht und fast 70 Frauen vergewaltigt. Unter dem Motto #Vivasnosqueremos – «Wir wollen uns lebend» – fanden deshalb am 24. April 2016 in über 40 Städten des Landes Demonstrationen gegen die ausufernde sexualisierte Gewalt statt und sorgten für eine breite Medienresonanz. Initiativen, Organisationen und AktivistInnen prangern seit Jahresn nicht nur machistische Gesellschaftsstrukturen, sondern auch die Mitschuld der Regierung an. Denn trotz der alarmierenden Anzahl von Morden an Frauen werden seit einem Vierteljahrhundert keine Maßnahmen ergriffen, um der Straflosigkeit ein Ende zu setzen. Kampagnen in den sozialen Medien ermutigen Frauen aktuell dazu, angesichts von Missbrauch und Gewalt nicht zu schweigen. Ähnlich vergangenen Sexismus-Debatten in Deutschland (#Aufschrei) wurde dadurch eine gesamtgesellschaftliche Diskussion in Gang gesetzt.

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lunes, 1 de agosto de 2016

Weiblicher Hiphop Guatemala

Rebeca Lane, Foto: Rotmi Enciso, Producciones y Milagros

Kriegerin des HipHop

Die Guatemaltekin Rebeca Lane ist eine lautstarke Stimme gegen Frauenmorde und für Frauenrechte

Rebeca Lane ist der Star einer neuen weiblichen HipHop­Szene in Lateinamerika. Doch der Aktivistin aus Guatemala genügt die Bühnenpräsenz nicht - sie will vor allem eins: Frauen und Mädchen stärken.

 

Von Kathrin Zeiske

Auf einmal war sie da. Eine zierliche Frau mit wilden Locken, tätowiert, in indigenen Röcken, bewaffnet mit einem Sturmgewitter an Texten, die unter die Haut gehen. Dank Rebeca Lane steht Guatemala seit Neuestem für richtig guten HipHop. Noch vor wenigen Jahren war die Soziologiestudentin als Fan und Freiwillige bei Events in der Szene unterwegs. Als sie selbst anfing zu rappen, ging auf einmal alles sehr schnell. «Ich kam kaum noch hinterher, Texte zu schreiben», erinnert sich Lane, auf deren Finger die magischen Buchstaben tätowiert sind: H.I.P.H.O.P. Und der wird groß geschrieben, genau dort, in Guatemala-Stadt, wo sie lebt und aufgewachsen ist. Diese Metropole mit zerfallenen Art Deco-Bauten zwischen Busabgasen und Straßenständen im Zentrum, ausgedehnten marginalisierten Vierteln an plötzlich abfallenden Schluchten und gutsituierten Wohneinheiten hinter Zäunen und Wächterschranken.

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