martes, 28 de marzo de 2017

Zivile Suche nach verschwundenen Frauen aus Ciudad Juárez

 
ForensikerInnen sichern von Familienangehörigen gefundene Knochen im Juáreztal

Suche nach Verschwundenen im Juareztal

 

Text und Bildergalerie von Kathrin Zeiske

 

 

Die mexikanische Grenzstadt Ciudad Juárez erlangte erstmals in den 1990er Jahren durch Frauenmorde eine traurige Berühmtheit. Vor ein paar Jahren stand der Maquila-Boomtown als "gefährlichste Stadt der Welt" im Fokus der Medien (2008-2012). Der Femizid nahm in Zeiten der militärischen Besetzung und der Kampf der Kartelle um die Stadt noch zu. Heute ist die Gewalt in der Stadt enorm zurückgegangen und die Menschen sind in die öffentlichen Räume zurückgekehrt.

Doch außerhalb der Stadt ist das Juáreztal weiterhin fest in Hand des Juarezkartells und seiner die Polizei infiltrierenden Unterorganisation La Linea. Für zivilgesellschaftliche Organisationen ist klar, dass es hier geheime Massengräber aus den Zeiten der Militärbesetzung gibt. Gerichtlich bewiesen ist, dass Frauen und Mädchen, die in den Jahren 2010 und 2011 aus dem Zentrum entführt wurden, hier umgebracht wurden.

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sábado, 25 de marzo de 2017

Massengräberfund in Veracruz - Mexiko

Ein Grab, wie es über 30.000 gewaltsam Verschwundene in Mexiko nicht haben. 


Hügel des Todes

Im mexikanischen Bundesstaat Veracruz haben Angehörige gewaltsam Verschleppter 125 Massengräber gefunden. Sie gelten als Vermächtnis des mafiösen ehemaligen Gouverneurs Javier Duarte und offenbaren einmal mehr die Abwesenheit eines Rechtsstaats in Mexiko.


von Kathrin Zeiske

 

Wenn eine Mutter über Jahre keine Spur von ihrem verschleppten Sohn hat, kann eine Ortsskizze mit Markierungen ein Geschenk des Himmels sein – selbst wenn es direkt aus der Hölle kommt. Eine solche Karte wurde dem Angehörigenkollektiv Solecito im Mai vergangenen Jahres von Kartellmitgliedern in die Hände gespielt. Die Kreuze auf dem Papier stehen für 125 Massengräber auf einem Gelände nördlich der Hafenstadt Veracruz, bekannt als Colinas de Santa Fé (Hügel von Santa Fé). Begleitet von der Staatsanwaltschaft hat das Kollektiv dort seit August 253 Leichen und fast 10 000 Knochen sichergestellt.

Staatsanwalt Jorge Winckler gab vor der Presse an, Veracruz sei für ihn »ein einziges gigantisches Massengrab« und bei der Ansammlung menschlicher Überreste in Colinas de Santa Fé handele es sich um »vielleicht das größte Massengrab Mexikos«. Die Zahl der gefundenen Leichen übersteige die Kapazitäten der lokalen Forensiker und Leichenschauhäuser, so dass einige Gräber noch gar nicht ausgehoben wurden. Winckler zufolge habe die Regierung des ehemaligen Gouverneurs Javier Duarte im Bundesstaat Veracruz die Familienangehörigen von Verschwundenen systematisch hinters Licht geführt; ihnen entnommene DNA-Proben seien nicht zur Identifizierung von Toten verwendet worden.

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