jueves, 17 de mayo de 2018

Mexiko - Alter in Ciudad Juárez


Das Altenheim Mi Esperanza liegt ausserhalb der Stadt, am Rande der Wüste (Foto: Carolina Rosas Heimpel)

Die Alten von Ciudad Juárez wehren sich


Senioren in der mexikanischen Industriemetropole schaffen sich mit Hausbesetzungen Perspektiven

Von Kathrin Zeiske, Ciudad Juárez

Die Aktion wurde einen Tag vorher über die sozialen Medien angekündigt. »Wir besetzen ein Haus.« Am nächsten Morgen hatte sich ein Dutzend freiwillige Helfer mit Besen, Schaufeln und Schubkarren eingefunden, um das leer stehende Gebäude von Schutt und Müll freizulegen. Doch keine jungen Punks beanspruchen das große grüne Eckhaus mit den knorrigen Pinien davor für sich. Es ist eine Handvoll Menschen mit weißen Haaren und sonnengegerbten Gesichtern, manche von ihnen mit Gehstock in der Hand. »Wir wollen ein Tageszentrum mit Aktivitäten für alte Menschen schaffen; eine Anlauf- und Beratungsstelle«, erklärt die Aktivistin Eva Ronquillo und wischt sich mit einem Tuch den Schweiß aus dem Gesicht. Über den Eingang haben die Alten ein Banner gehängt. »Veterania existe«, (Alter existiert) nennen sie ihre Initiative.

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jueves, 10 de mayo de 2018

Mexiko - Zur Schule in die USA

Die Schwesterstädte Ciudad Juárez/Mexiko und El Paso/USA. Ein Wandgemälde des Künstler*innenduos Lxs Dos.

Über die Grenze
Santiago geht in den USA zur Schule, lebt aber in Mexiko. Er muss jeden Tag von einem Land ins andere fahren. Das ist gar nicht so einfach.
Von Kathrin Zeiske 

Als Santiago das Haus verlässt, wird es eben hell. Es ist kurz vor halb sechs, draußen ist es noch kühl. Santiago fröstelt in seiner Schuluniform. Aber er muss los. An den Grenzbrücken wird es wieder einen langen Stau geben, das hat sein Vater auf dem Handy gesehen. Den heißen Kakao vom Frühstück hat Santiago in einen Plastikbecher umgefüllt. Schnell steigt er zu seinem Vater ins warme Auto. 

Santiago ist zwölf Jahre alt. Er lebt mit seiner Familie in Ciudad Juárez. Das ist eine Stadt ganz im Norden von Mexiko, nahe der Grenze zu den USA. Auf der anderen Seite der Grenze liegt die Stadt El Paso, die zum amerikanischen Bundesstaat Texas gehört. Dort befindet sich Santiagos Schule. Zwar gibt es auch in Mexiko Schulen. Santiagos Eltern glauben aber, dass ihr Sohn eine bessere Zukunft hat, wenn er in den USA lernt. Deshalb fährt sein Vater ihn jeden Morgen dorthin. Eigentlich müssen sie dafür nur den Río Bravo überqueren,den Fluss, der die beiden Länder trennt. Doch das geht nicht so einfach. Das Ufer des Flusses ist von hohen Stacheldrahtzäunen gesäumt. Unentwegt fahren Grenzpolizisten in Jeeps daran entlang. Und es gibt nur drei Brücken. Auf eine davon steuert Santiagos Vater jetzt zu.

Ein Text, der im Zeit Leo Magazin für Kinder erschienen ist und hier als Unterrichtsmaterial heruntergeladen werden kann...