miércoles, 15 de agosto de 2018

GUATEMALA Massaker Kinderheim

 

 

 

Guatemalas vergessene Töchter

Anderthalb  Jahre nach dem Brand in ­einem Kinderheim nahe ­Guatemala-Stadt hat die ­Regierung keine Konsequenzen aus der Tragödie gezogen. 

 

Von Kathrin Zeiske, San José Pinula


Lange verstand Vianey Hernández nicht, warum ihre Tochter nicht raus aus dem Elend und rein in den "Hogar Seguro" wollte. "Sicheres Zuhause" heißt das Heim, in das die Mutter die schwer erziehbare 14-Jährige schicken wollte, um sie vor Drogen und Kriminalität zu schützen. "Ich dachte, Ashly Angely wäre dort sicher. Ich dachte, sie bekäme dort Hilfe", sagt Vianey ­Hernández und weint.

Was sie nicht wusste: Die Einrichtung in der Nähe von Guatemala-Stadt stand seit Jahren im Fadenkreuz von Ermittlungen. Dabei ging es um Misshandlungen und Vergewaltigungen. Die Staatsanwaltschaft hatte bereits die Schließung des "Hogar Seguro" gefordert – sie vermutete einen Kinderhandelsring, in den der Direktor des staatlichen Kinderheims verwickelt war. Doch die Behörden reagierten nicht. Im März 2017 war es zu spät: 41 Mädchen, darunter Ashly Angely, starben bei einem Brand, 15 weitere überlebten mit schwersten Verbrennungen. Die Jugendlichen hatten gegen Misshandlungen und sexuelle Ausbeutung protestiert. Angehörige und Aktivistinnen sprechen von einer Hinrichtung. Viele im Land sehen in der Tragödie ein Symptom für das Versagen des Staates.

 

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miércoles, 1 de agosto de 2018

MEXIKO-USA Jugendliche Coyoten

 

Das Geschäft läuft

In Ciudad Juárez rekrutieren Kartelle Minderjährige, um Drogen in die USA zu schleusen. Jenen ist das Risiko oft nicht bewusst.

Von Kathrin Zeiske


CIUDAD JUÁREZ taz | Die Häuser werden ärmlicher, die Geschäfte kleiner, im Nordwesten der Stadt. Secondhandkleidung hängt zum Verkauf an den Hauswänden, Wohlstandsmüll aus den USA wird für ein paar Pesos auf dem Bürgersteig feilgeboten. Die Hauptverkehrsstraße Municipio Libre verwandelt sich in eine Serpentinenstrecke, die in die Sierra de Juárez hinaufführt. In die Berge ist ein Schriftzug gemalt, von überall sichtbar: „Lies die Bibel, Juárez, sie sagt die Wahrheit“.

Chuy* kickt geschickt einen Fußball über das staubige Feld, das den Kids der Nachbarschaft als Sport­platz dient. Der große schlanke Junge erntet anerkennende Blicke von seinen jugendlichen Mitspielern, die in den letzten Strahlen der Abendsonne versammelt sind. Chuy ist ein Vorbild, ein Macher, einer, der Geld hat, wie man an seinen Markenklamotten sieht. Mit seinen 15 Jahren verdient er mehr als die meisten Erwachsenen hier im Viertel, die sich für 30 Dollar die Woche in einer der hochtechnologisierten Montagefabriken der Stadt zu Tode schuften. Bei internationalen Firmen wie Lear, Eaton oder Bosch.

 

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